Die Anthropologie, eine Herausforderung

  • Weil es dringend ist, eine Kultur der Liebe, der Wahrheit und des Lebens, die auf eine wahre Vorstellung des Menschen gegründet ist, wiederzufinden und zu fördern.
  •  Weil die Kirche und die Christen ein Wort des Lichtes zur aktuellen Debatte über den Menschen beitragen können.
Das Institut Philanthropos (vom Griechischen „den Menschen liebend“) hat zum Ziel, eine vollkommen geeinte Sichtweise der menschlichen Person, im Licht des katholischen Glaubens und im Dialog mit der aktuellen Welt, zu fördern.

Diese Suche nach der Einheit der Person schöpft aus drei sich ergänzenden Quellen:

  • Eine philosophische Anthropologie, die auf einer mit der Moderne im Dialog stehenden, realistischen Philosophie gegründet ist.
  • Eine theologische Anthropologie, denn die Fülle der Wahrheit des Menschen lässt sich nur in Christus finden.
  • Jesus in der Eucharistie, der durch die sakramentale Gnade eine Verklärung der Person bewirkt.

Philanthropos schenkt der intellektuellen Dimension der Anthropologie als Ort des Dialogs unter den Zivilisationen besondere Aufmerksamkeit.

Die Person, völlig geeint, kann so mit einem Blick der Weisheit auf die Welt, die sie umgibt, schauen. Die Ausbildung in Grundlagen der philosophischen und theologischen Anthropologie beinhaltet auch die angewandte Dimension der Anthropologie, das heisst, die Untersuchung der ethischen Konsequenzen der Auffassung der Person in den grossen Bereichen der Kultur und des Handelns : Recht, Erziehung, Ökologie, Wissenschaften des Lebens, Kunst, Wirtschaft, Politik…

  • Die philosophische Weisheit hat zum Ziel, von einem metaphysischen Ansatz der Person ausgehend, welche die Frage nach der Subjektivität mit einbezieht, zum Fundament des menschlichen Wesens zu gelangen.
  • Die theologische Weisheit sucht die Wahrheit der Person im Lichte von Christus, der „eben in der Offenbarung des Geheimnisses des Vaters und seiner Liebe dem Menschen den Menschen selbst voll kund macht und ihm seine höchste Berufung erschliesst“ (Gaudium et spes 22).
  • Die mystische Weisheit durchdringt das Geheimnis der Person durch eine von Gott in einer spirituellen Erfahrung gegebenen Erkenntnis.